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Workshops | 11.05.2021 │13:30 - 15:00 Uhr


A

Der emotionale Entwicklungsansatz in der Einzelförderung

Sunyam Murmann │Diplom-Sozialpädagogin, Bethel. regional, v. Bodelschwinghsche Stifungen Bethel

Susanne Kullak│Diplom-Heilpädagogin, Autismusambulanz Hamm

Was haben „Pezzi-Ball“ und „Nicer Dicer“ mit emotionaler Entwicklung zu tun?
Auf Grundlage einer Einschätzung des emotionalen Entwicklungsstands einer Person können pädagogische Interventionen, Ziele und Maßnahmen auf dem jeweils vorliegenden Entwicklungsniveau des Klienten erarbeitet und im Alltag umgesetzt werden.
In diesem Workshop wird ein Fallbeispiel vorgestellt - vom Profil in die praktische Umsetzung - entstanden in der Autea-Weiterbildung zum emotionalen Entwicklungsansatz.

Anhand von verschiedenen Videosequenzen werden pädagogische Interventionen dargestellt.

 

B

Der emotionale Entwicklungsansatz in der systemischen Beratung im Umgang mit Systemsprengern

Maria Schmidt │ BA Heilpädagogin in der PIA am Berliner Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen, Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Steffan Schuster│ Erzieher in der PIA am Berliner Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen, Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Menschen, die über einen längeren Zeitraum die gleichen herausfordernden Verhaltensweisen zeigen und dadurch scheinbar schwerlich in bestehende Unterstützungssysteme integrierbar sind, werden häufig als „Systemsprenger“ bezeichnet. Aber sind Menschen mit herausforderndem Verhalten nicht viel eher Systemprüfer? Ein System lässt sich nur stören oder zerstören, wenn es die Möglichkeit aus dem System heraus gibt…

Schwerwiegende, herausfordernde Verhaltensweisen bei Menschen mit intellektueller Entwicklungsstörung wie hohe Reizbarkeit, Selbstverletzung und aggressives Verhalten über einen langen Zeitraum, führen häufig zu einem hohen Leidensdruck und auch einem ausgebrannten Betreuungsteam.

In dem Workshop werden Wege aufgezeigt, wie es gelingen kann, den „Systemprüfern“ und ihren emotionalen Bedürfnissen gerecht zu werden.

 

C

Der emotionale Entwicklungsansatz in der psychiatrischen Differenzialdiagnostik

Isabell Gaul │Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Berliner Behandlungszentrum für psychische Gesundheit bei Entwicklungsstörungen, Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Die diagnostische Einordnung von psychischen Symptomen und auffälligem Verhalten bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung stellt häufig eine Herausforderung dar. Es gilt, psychiatrische und körperliche Erkrankungen abzugrenzen gegen Verhaltensweisen, die im Rahmen des emotionalen Entwicklungsansatzes entsprechend der jeweiligen Entwicklungsstufe interpretiert werden können. Dabei verändert die Stufe der emotionalen Entwicklung genauso wie die Schwere der kognitiven Beeinträchtigung auch die Symptomatik von psychischen Erkrankungen. Dies ist von großer Bedeutung, da jede dieser Festlegung unterschiedliche therapeutische und pädagogische Konsequenzen nach sich zieht. Im Workshop soll anhand von klinischen Fallbeispielen diagnostisches Vorgehen und auch therapeutische Ansätze aufgezeigt werden. Eigene Fallbeispiele sind dabei herzlich willkommen.

 

 

D 

Der emotionale Entwicklungsansatz in der stationären Begleitung - Umsetzung in Hilfeplanung und auf Teamebene

Jutta Meyer auf der Heide │Bethel.regional, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Jacques Meyer-Kemper │Bereichsleitung, Bethel.regional, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Die Theorie ist das eine - die erlebte Praxis das andere...

Die Fortbildung von Mitarbeitenden zum emotionalen Entwicklungsansatz ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Ansatzes im Arbeitsalltag. Nichtsdestotrotz müssen solche Qualifizierungsprozesse auf mehreren Ebenen unterstützt werden, um sicherzustellen, dass das gelernte Wissen in der Praxis Anwendung findet und in alltägliche sowie strukturelle Prozesse einbezogen wird.
 
In diesem Workshop möchten wir mit Ihnen darüber sprechen, was die Umsetzung des emotionalen Entwicklungsansatzes im und für den täglichen Betreuungsalltag bedeutet:
Wir möchten in einen Austausch darüber kommen, wie die Klienten von veränderten Maßnahmen profitieren können, was sich in der Haltung und im Handeln Mitarbeitender bewegt und an welchen Stellen es Schwierigkeiten und Stolperfallen gibt.

Ferner gilt es, zu eruieren, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um mit dem emotionalen Entwicklungsansatz arbeiten zu können und wie Leitungskräfte und Reha-/ Hilfeplaner in den Prozess involviert sind.

 

E 

Der emotionale Entwicklungsansatz im Werkstattbereich

Jörn Dietrich │Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Geschäftsführer MVZ & Therapiezentrum Uelzen

Häufig leben Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland in vergleichbaren Lebenswelten: Sie wohnen in einer betreuten Wohnform, arbeiten in einer Werkstatt für behinderte Menschen (i.F. WfbM) und werden durch Betreuer begleitet. Inhalt des Workshops soll sein, wie diese Bereiche der Behindertenhilfe als Rahmen für therapeutisch-medizinische Angebote und Diagnostik nutzbar gemacht werden können.
Hier erhalten Menschen entweder über das Eingangsverfahren der WfbM oder über ein MZEB eine ausführliche Diagnostik. Um den Transfer in den Lebensalltag der Menschen zu gewährleisten bzw. überhaupt möglich zu machen, sollten die jeweiligen notwendigen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen dort stattfinden, wo das jeweilige (maladaptive) Verhalten typischer Weise vorzufinden ist.

Der Werkstatt (WfbM) kommt hier eine besondere Rolle zu. Sie muss die Arbeitswelt, den Produktionsdruck und die entwicklungsbedingten Verhaltensbesonderheiten der Menschen mit Behinderung in Einklang bringen. Dafür sind neben den typischen Angeboten von WfbM Sondergruppen nötig, die v.a. den emotional sehr „jungen“ Menschen bzw. zusätzlich traumatisierten Menschen ein adäquates Angebot machen können.

In dem Workshop soll zunächst die umfangreiche und über den SEO hinausgehende Diagnostik dargestellt und diskutiert werden. Am Beispiel der Sondergruppe (hier Fahrzeugpflege) soll eine Möglichkeit der Operationalisierung vorgestellt werden. Zudem soll der Workshop Platz bieten, Fallbeispiele zu diskutieren und deren Passung zu dem beschriebenen Modell kritisch zu prüfen. Eigene Fallbeispiele können gerne eingebracht werden.

 

F

Der emotionale Entwicklungsansatz im MZEB

Markus Vogel │Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Zentrums für erwachsene Menschen mit Behinderung in Bethel, Krankenhaus Mara gGmbH

Vanessa Wolff | M.Sc. Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Ausbildung, Bethel.regional, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel.

Im MZEB (Medizinisches Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung)arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Therapeuten eng zusammen, um je nach Fragestellung eine bedarfsgerechte, individuelle Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Neben allgemeinmedizinisch-internistische, neurologische und neuroorthopädische Krankheitsbilder liegt ein besonderer Schwerpunkt dabei auch in der Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen und Verhaltensstörungen von Menschen mit Behinderung, schwerer Mehrfachbehinderung oder intellektueller Entwicklungsstörung.

Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise spielt dabei die Erhebung des sozioemotionalen Entwicklungsniveaus eine besondere Rolle: Während den körperlichen und kognitiven Fähigkeiten eines Klienten in der Regel entsprechend Aufmerksamkeit zuteilwird, weil diese vordergründig recht schnell erkennbar sind, so gerät dessen tatsächliche emotionale Entwicklung im Alltag häufig aus dem Sinn. Nimmt man jedoch den emotionalen Entwicklungsstand der Person in den Blick, entsteht ein besseres Verständnis herausfordernder Verhaltensweisen und der Bedürfnisse der Person, das essentiell für die weitere diagnostische Beurteilung und auch den therapeutischen Umgang mit bestimmter Symptomatik ist.

Im Austausch mit Angehörigen, Betreuern, komplementären Einrichtungen sowie niedergelassenen Ärzten und Therapeuten können so Ergebnisse und Therapiekonzepte im Hinblick auf die Entwicklung individuelle entwicklungsbezogene Begleitungskonzepte, -maßnahmen und –ziele abgestimmt werden.

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 
 

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