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Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus und dem neuen Beschluss der Landesregierung, ist die Durchführung jeglicher Bildungsveranstaltungen bis zum 19.04.2020 untersagt. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Regelung danach verlängert wird. Deshalb hat die Vorbereitungsgruppe der GPV Weiterbildung gestern entschieden, den Start der Weiterbildung Psychiatrie des GPV nach hinten zu verschieben. Wir sagen hiermit die bisher geplanten Termine für die Workshops und die Fachfortbildungen ab Die Vorbereitungsgruppe wird die Entwicklung zunächst beobachten und dann erneut in die Terminplanung einsteigen.

Die Weiterbildung wird also auf jeden Fall durchgeführt. Über die neuen Termine informieren wir Sie zu gegebener Zeit.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Mitmenschen möglichst gute Gesundheit und gegenseitige Unterstützung in dieser schwierigen Zeit!

 


2. Weiterbildung Psychiatrie des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Bielefeld 2020

Der Gemeindepsychiatrische Verbund Bielefeld führt im Jahr 2020 zum zweiten Mal eine modulare Weiterbildung zur Qualifizierung von Mitarbeitenden in der ambulanten und stationären Eingliederungshilfe durch. Die Weiterbildung umfasst insgesamt 4 Tage in Grundlagen- und Abschlussworkshops und einer fachbezogenen Fortbildung. Außerdem ist eine kollegiale Beratung von 4x 90 min in den Fachgruppen vorgesehen. Die Teilnehmenden erwerben fachbezogene und personale Kompetenzen zu verschiedenen Störungsbildern und entwickeln ihre Haltung und Arbeitsweise im Hinblick auf Personenzentrierung weiter. Die Lernergebnisse werden in einer abschließenden Veranstaltung sichergestellt und Ideen für Netzwerke auf Bielefelder Ebene entwickelt

 

Modul 1: Grundlagenworkshop

Dr. Martin Reker, EvKB, Oberarzt Gilead IV

Mit der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes – BTHG  - hat der Gesetzgeber grundlegende Veränderungen für die Eingliederungshilfe eingeleitet. Der Behinderungsbegriff wir anders verstanden und die Hilfeplanung erfolgt anhand des bio-psycho-sozialen Modell der WHO, d.h. die Unterstützungsleistungen orientieren sich in Zukunft noch mehr am individuellen Bedarf und den Wünschen der betreuten Menschen. Im Grundlagenworkshop wird Fachwissen zu den verschiedenen Aspekten der Personenorientierung vermittelt, die TN erkennen anhand eigener Praxisbeispiele Teilhabebarrieren und Förderfaktoren und erarbeiten Kompetenzen zur Umsetzung des Erlernten in ihrem Arbeitsfeld.

Kompetenzerwerb in:

  • Personenorientrierung
  • ICF basierte Bedarfserhebung
  • Zielplanung und -vereinbarung anhand des Willens der Klienten
  • Verantwortungsgemeinschaft
  • Empowerment
  • Recovery  

 

Modul 2: Fachfortbildungen

In den 2-tägigen diagnosespezifischen Einheiten geht es um die Vermittlung von Wissen zu den Krankheitsbildern und um die Verknüpfung dieser Lerninhalte mit den Praxiserfahrungen, Anforderungen und Problemlagen, die sich aus der ambulanten Arbeit mit der jeweiligen Zielgruppe ergeben. Sie werden jeweils von einem/er Fachdozent/-in und einem/r Moderator/-in aus der Eingliederungshilfe angeleitet.
 

1 - Affektive Störungen

Dr. Christiane Heitmann, EvKB, Leiterin TK Ost der Abt. AP II
Moderatorinnen: Suzanne Schnatmann (Bethel.regional) und ein/e Psychiatrieerfahrene/r (VPE)

Affektive Störungen sind durch das phasenhafte Auftreten von Verstimmungen depressiv-gehemmter (Depressionen) und/oder manisch-erregter Art (Manien) gekennzeichnet. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein: wie z. Bsp. das Auftreten von Krankheitsphasen mit dazwischen gesunden Zeiten oder aber chronische Verläufe mit unterschiedlich stark ausgeprägten Restsymptomen. In dieser Fortbildung wird Wissen über die affektiven Störungen nach ICD-10 (Verlauf, Symptombeschreibungen, Graduierung), deren Entstehungsmodelle und Behandlungsmöglichkeiten vermittelt. Im Weiteren soll anhand der Symptome die Einschränkungen im Alltag ermittelt werden und Strategien geübt werden, die im Alltag unterstützend sein können. Ebenso ist die Entwicklung einer eigenen Haltung gegenüber Personen mit affektiven Störungen ein wichtiger Anteil der Fortbildung.

Kompetenzerwerb in:

  • Ausbau von Wissen über affektive Störungen
  • Erfassen von Funktionseinschränkungen durch die Erkrankung
  • Erarbeitung von individuellen Strategien zum Umgang mit der Erkrankung
  • Erfassung von individuellen Früherkennungszeichen
  • Stärkung der Eigenverantwortung
  • Förderung des psychosozialen Funktionsniveuas und Verbesserun der Lebensqualität
  • Rückfallverhütung

 

2 - Borderline Persönlichkeitsstörung

Dozentin: Dr. Carolin Steuwe, EvKB, ltd. Psychologin Station A7
Gaby Roszyk (Grille) und ein/e Psychiatrieerfahrene/r (VPE)

Menschen mit BPS erleben starke Anspannungszustände und intensive Gefühle. Sie geraten häufig in Konflikte mit anderen Menschen und gelten daher als schwierig, emotional anstrengend oder therapieresistent.

In dieser Fortbildung wird die BPS zunächst vorgestellt und ein theoretischer Überblick zu Entstehung, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten gegeben. Mit einem Fokus auf die DBT-Behandlung werden Strategien im Umgang mit Krisen sowie Gesprächsführungs- und Emotionsregulationstechniken vermittelt und gemeinsam geübt.

Kompetenzerwerb in:

  • Ausbau von Wissen über das Erkrankungsbild
  • Entwicklung von einer therapeutischen Haltung gegenüber Menschen mit BPS
  • Erlernen von Validierungstechniken
  • Erlernen von Strategien zum Umgang mit Krisensitutaionen
  • Erlernen von grundlegenden Emotionsregulations- und Problemlösetechniken
     

3 - Psychosen

Herr Hennig Albes, BA Psychische Gesundheit, EvKB, Gilead IV
Moderatorinnen: Edith Lallathin (Lebensräume) und Frau Sporleder (VPE)

enschen mit schizophrenen Psychosen können für alle professionell Tätigen eine besondere Herausforderung sein.

In der Fachfortbildung wird die Schizophrenie als Spektrumstörung mit ihren Entstehungs- und Einflussfaktoren verdeutlicht. Mit dem Hintergrundwissen aus Theorie und Praxis, Videomaterial sowie praktischen Übungen werden Verstehen, Haltung und Umgang mit Menschen in akuten schizophrenen Krisen vermittelt.
Dabei sollen u.a. Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Was kann ich tun, um akute Krisen im ambulanten Setting zu begleiten? Wie kann ich dazu beitragen akute Krisen zu vermeiden? Wann ist der Zeitpunkt für eine Überleitung in die psychiatrische Klinik gekommen?

Kompetenzerwerb in:

  • Verständnis und Umgang mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie
  • Therapeutische Haltung gegenüber Menschen mit schizophrenen Psychosen
  • Umgang mit Stimmenhören
  • Umgang mit dem Krisenpass

Gegebenenfalls kann ein zusätzlicher Kompetenzwettbewerb in folgenden Themen erfolgen:

  • Umgang mit Suizidalität
  • Umgang mit Aggression
  • Förderung des psychosozialen Funktionsniveaus und Verbesserung der Lebensqualität
  • Rückfallverhütung
     

4 - Suchterkrankungen

Dr. Stefanie Kunz, EvKB, Oberärztin in Gilead IV
Moderatorinnen: Helge Kröger (Trockendock) und ein/e Psychatrieerfahrene/r (VPE)

In dieser Fortbildung werden Grundlagen zum Thema „stoffgebundene Abhängigkeit“ vermittelt. Zu den Lerninhalten gehören Definitionen, medizinische Grundkenntnisse, der Verlauf einer Suchterkrankung, sowie Aufgaben und Verantwortung von Mitarbeitenden und Methoden der Gesprächsführung mit Suchtkranken.

Kompetenzerwerb in:

  • Diagnostik: Abhängigkeit, missbräuchlicher Konsum, CMA
  • Entstehungsbedingungen von Suchtmittelabhängigkeit
  • Auswirkungen der Einnahme psychoaktiver Substanzen im menschlichen Körper
  • Wechselwirkungen zwischen psychiatrischer Erkankung und Suchtmittelkonsum
  • Methoden der Gesprächsführung
  • CRA - Community Reinforcement Approach
  • Übungen zur Klärung der professionellen Rollen und der Grenzsetzung im Alltag
  • Ideen zur Umsetzung des Erlernten im Alltag

 

Modul 3: Kollegiale Beratung

  • Die Kollegiale Beratung findet verbindlich 4 x 90 Min. nach den Fachfortbildungen statt.
  • Die Gruppen organisieren die Termine selbst.
    Ausnahme: Fachfortbildung Psychosen, drei Termine sind vorgegeben
  • Jeweils eine Fachperson aus der Klinik nimmt an den Kollegialen Beratungen teil.

 

Modul 4: Abschlussworkshop

Dr. Martin Reker, EvKB, Oberarzt in Gilead IV 

Im Abschlussworkshop geht es darum, die Lernergebnisse der Weiterbildung sicher zu stellen, d.h. sie für die praktische Arbeit in den Mitgliedseinrichtungen nutzbar zu machen. Einzelne TN aus der Weiterbildung tragen vor, Leitungen erhalten Gelegenheit Stellung z.B. zur Schnittstellenarbeit zu nehmen.

Inhalte:

  • Initiierung und Pflege von Netzwerken
  • Klärung von Fragen zur weiteren Zusammenarbeit
  • Entwicklung von und Umgang mit Krisenplänen
  • Evaluation der Weiterbildung und weitere Planung

 

 

Kosten der Weiterbildung: 450,- € pro Teilnehmer

Die Teilnahme an der gesamten Weiterbildung ist nach Anmeldung verbindlich.
Die Abrechnung erfolgt über die beteiligten Organisationen.

Veranstaltungsort : Verschiedene

Anmeldung:      zur Anmeldung hier klicken

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Weiterbildung Psychiatrie 2020


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