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Systemisches Teilhabemanagement in der Eingliederungshilfe


Blended learning

Zertifizierte Weiterbildung für Mitarbeitende und Teilhabemanager/-innen

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG), das die Eingliederungshilfe reformiert, gehen verschiedene Veränderungen einher. Eine Einbeziehung der Menschen mit Unterstützungsbedarf muss entsprechend der Wende von der Institutions- zur Personenzentrierung in Organisationen zur Selbstverständlichkeit werden.

Durch das BTHG wird die Assistenzleistung gesetzlich normiert, was einige Veränderungen mit sich bringt.  Eine besondere Herausforderung stellt z.B. der Anspruch der Leistungsberechtigten dar, über die konkrete Gestaltung der Leistungen hinsichtlich Ablauf, Ort und Zeitpunkt der Inanspruchnahme selbstbestimmt zu entscheiden. Dies wird in der Praxis wesentliche Konsequenzen für die Ausgestaltung der Unterstützungsleistung haben.

Teilhabe zu gestalten, bedeutet alle Leistungsformen und -angebote individuell und damit personenzentriert zu planen, umzusetzen und zu dokumentieren. Eine kritische Betrachtung von vorhandenen Strukturen und Organisationsabläufen ist notwendig.

Gleichzeitig geht es darum, vorhandene Förderfaktoren und Ressourcen zu identifizieren und einzubeziehen. Es gilt den individuellen Sozialraum und relevante Umweltfaktoren wirksam einzubinden.

Der mit dem Bundesteilhabegesetz einhergehende Paradigmenwechsel – weg von einrichtungszentrierten Leistungen hin zu personenzentrierten Leistungen – soll für mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Unterstützungsbedarf sorgen. Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf volle Teilhabe an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Das bio-psycho-soziale Modell wird jedoch bei der
Betrachtung der Lebenslage des Menschen bisher kaum berücksichtigt.

Die zertifizierte Weiterbildung wird den Teilnehmenden ermöglichen, einen systemischen Blick für relevante Instrumente personenzentrierter Teilhabeplanung und deren Anwendung zu entwickeln.

Als Teilnehmende dieser Weiterbildung haben Sie einen systemischen Blick entwickelt und

  • kennen die rechtlichen Hintergründe des Teilhabemanagements
  • haben sich mit der ICF und deren Anwendung für die Teilhabeplanung auseinandergesetzt
  • haben einen Einblick in die personenzentrierte und sozialraumorientierte Arbeit und ihre Bedeutung für Betroffene, Dienste und Einrichtungen.
  • haben ein Grundverständnis von Netzwerken und deren Funktionsweisen, wie auch von einer systematischen Netzwerkarbeit mit KlientInnen und auf der Ebene der Dienste und Einrichtungen
  • kennen Methoden für eine personenzentrierten Planung und haben sie erprobt.
  • haben sich mit der personenzentrierten Zielfindung auseinandergesetzt
  • wissen, wie Ziele zu formulieren sind und welche Bedeutung die Wirkungskontrolle in der Teilhabeplanung hat.
  • Ihnen gelingt der Transfer der Konzepte bezogen auf die Menschen mit Unterstützungsbedarf und auf die Einrichtugen und Dienste in denen sie tätig sind

Lernorganisation

Theorie

Vermittlung von theoretischem Wissen anhand von praxisorientierten Inputs mit methodischen Vorgehensweisen, die erprobt, trainiert und reflektiert werden.

Sozialform

Es findet ein Wechsel von Kleingruppen- und Plenumsarbeit statt, um immer wieder die gemeinsame Haltung zu diskutieren und zu reflektieren. Zwischen den Modulen treffen sich die Intervisionsgruppen, um Themen zu vertiefen und Ergebnisse präsentieren zu können. Die Weiterbildung findet im Wechsel von  Präsenz- und Digitalveranstaltungen statt. Als ergänzendes Arbeitsmittel wird eine Online-Lernplattform verwendet.

Praxisorientierung

Die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag und wenden die erweiterten und/oder neu erworbenen methodischen Vorgehensweisen sowohl im Seminarkontext als auch im beruflichen Umfeld an.

Methoden

Ausgewählte Methoden der systemischen Arbeit werden zwischen den Workshops erprobt und weitergedacht. Beobachten, Vormachen, Trainieren, Erarbeiten, praxisnahe Übungen.

Zielgruppe

Mitarbeitende und Teilhabemanagerinnen und –manager, die in der Eingliederungshilfe tätig sind oder tätig werden wollen.

Kursinhalte und Umfang der Weiterbildung

Es handelt sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung im Umfang von ca. 202 Unterrichtstunden:

120 Unterrichtsstunden Präsenz
34 Unterrichtsstunden Online
48 Stunden Eigenarbeit (nach eigener Zeitplanung)

 

Modul 1
Systemisch Denken und  personenzentriert Arbeiten

Das Bundesteilhabegesetz fordert dazu auf, nicht nur den Bürgerinnen und Bürger mit Unterstützungsbedarf in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen, sondern auch das individuelle Umfeld, die Umwelt zu berücksichtigen und mit einzubeziehen. Einen systemischen Blick zu entwickeln und einzunehmen ist eine entscheidende Kompetenz, um Teilhabe gestalten zu können.
Als Teilnehmende der Weiterbildung beschäftigen Sie sich damit Ressourcen zu erkunden, um diese in die Planung mit einzubeziehen.

Modul  2
Teilhabeplanung, rechtliche Grundlagen und ICF

Teilhabeplanung kann ohne eine rechtliche Einbettung nicht stattfinden. Kenntnisse über die Sozialgesetzgebung sind für Teilhabemanager/-innen von großer Relevanz und werden in diesem Teil der Weiterbildung vermittelt.
Sie wenden in diesem Modul ein wesentliches Element der Teilhabeplanung an: das bio-psycho-sozialen Modell.  Sie setzen sich mit der ICF (International Classification of Functioning) auseinander und wenden diese fallspezifisch an.

Modul 3
Lebenswelt, Soziale Netzwerke und Sozialraum

In diesem Modul geht es um die Ebene der Vernetzung im Sozialraum und damit um eine systemische Betrachtungsweise des fachlichen Handelns.
Die relevanten Umweltfaktoren werden Sie anhand der ICF identifizieren. Sie lernen die Unterschiede zwischen fallspezifischer, fall-unspezifischer und fallübergreifender Arbeit kennen.

Modul 4
Zielerreichung, Wirkungskontrolle und Wirksamkeit

Ziele zu formulieren und diese nach einem vereinbarten Zeitpunkt auf deren Wirkung zu überprüfen ist wesentlich im Teilhabemanagement und hat mit dem BTHG eine noch größere Bedeutung erhalten.
Sie üben Zielformulierungen, setzen sich aber auch damit auseinander, was ein nicht erreichtes Ziel für das Teilhabemanagement bedeuten kann und welche Konsequenzen zu ziehen sind.
Sie kennen den Unterschied zwischen Wirkungskontrolle und Wirksamkeit.

 

Zielgruppe und Voraussetzungen

Mitarbeitende und Teilhabemanagerinnen und –manager, mit einer mindestens dreijährige, abgeschlossene pädagogische Berufsausbildung und/ oder Studium die in der Eingliederungshilfe tätig sind oder tätig werden wollen.
Sie haben Zugang zum Internet für die Teilnahme an Online-Seminaren und der Arbeit auf der Lernplattform.

Abschluss
Nach der Erbringung der notwendigen Leistungen, werden Sie in einem Abschlusskolloquium zertifiziert.

Termine

1:  25.04.- 28.04.2023 - Präsenz
2:  03.05.2023 - Online
3:  31.05.2023 - Online
4:  20.06.- 23.06.2023 - Präsenz
5:  23.08.2023 - Online
6:  29.08. - 01.09.2023 - Präsenz
7:  27.09. - 28.09.2023 - Online
8:  24.10. - 25.10.2023 – Präsenz
9:  26.10.2023 - Abschluss in Präsenz

 

Dozent/-innen

Monika Storm, Heilpädagogin, Management im Sozialwesen BA, Coach/Supervisiorin SG, Casemanagerin DGCC
Meike Ude (Dipl. Sozialpädagogin/-arbeiterin,
Inklusionsmanagerin/-beraterin)
Daniel Hinz (Dipl. Sozialpädagoge, Systemischer Berater,
Casemanager DGCC)
und weitere Fachdozenten/-innen

 

 Flyer zum Download

Zur Anmeldung
Kapitelbild

Nr. PT-23-225 

Zur Anmeldung

Termin:
25.-28.04.2023
und weitere Termine - siehe unten

Dozenten/Innen:
Monika Storm
Meike Ude
Daniel Hinz
und weitere Fachdozent/-innen

Teilnahmebeitrag:
2290,00€
inkl. Zugang zur Lernplattform, Online Tool Webex, Kursmaterialien und Tagungsgetränken

Ort: Tagungszentrum Bethel, Bielefeld
und digital

Anmeldung bis: 14.03.2023

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