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Qualifikation zur gFAB


Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung – anerkannte Weiterbildung zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderung

Mit dieser Qualifikation erweitern Sie Ihre berufliche Handlungsfähigkeit, nach einem personenzentrierten Ansatz Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen durchzuführen und ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.


Hierzu vermitteln wir Ihnen Kenntnisse zu unterschiedlichen Behinderungsbildern sowie damit verbundenen Verhaltensweisen, um diese im Alltag richtig einschätzen und angemessen handeln zu können. Sie lernen Methoden der Kommunikation, beruflicher Förderplanung und Arbeitsanleitung kennen und anzuwenden, mit denen Sie individuell, entlang des Wunsch- und Wahlrechts der Klient/-innen und gemäß der Vorgabe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) gemeinsam ihre berufliche Entwicklung planen und umsetzen.


Sie wissen um die rechtlichen Grundlagen Ihres Handelns und der von Werkstätten für Menschen mit Behinderung und anderen Anbietern. Ihre Handlungssicherheit erhöht sich durch die Auseinandersetzung mit Themen, welche die Klienten/-innen am Arbeitsplatz und in ihrem persönlichen Umfeld beeinflussen und Sie verfügen über ein reflektiertes Selbstverständnis Ihrer Rolle als Assistenz der Klient/-innen.

Zielgruppe dieser Qualifikation:
Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder bei anderen Anbietern, die im Bereich der beruflichen Bildung, in Arbeitsbereichen oder in der Förderung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind.

Sie erwerben Wissen – Können – Kennen zu:

  • personenzentrierter Arbeit mit Menschen mit Behinderung
  • Behinderungs- und Krankheitsbildern sowie spezifischen Verhaltensweisen
  • Methoden der Förderplanung und Arbeitsanleitung
  • Planung und Begleitung eines individuellen Rehabilitationsverlaufs
  • der Berufs- und Persönlichkeitsförderung der Klienten/-innen
  • Kommunikations- und Beratungsansätzen
  • Gesundheits- und Selbstmanagement
  • Deeskalations- und Konfliktmanagement
  • inhaltlicher und rechtlicher Zielsetzung und Grundlagen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung
  • Projekt- und Qualitätsmanagement
  • der Arbeit mit digitalen Medien und Assistenzsystemen für Menschen mit Behinderung
  • unterschiedlichen Konzepten der beruflichen Teilhabe über Exkursionen
  • Präsentations- und Moderationstechniken

Zeitlicher Ablauf der Qualifikation und Abschlussprüfung:
Wir bieten Ihnen eine praxisorientierte Weiterbildung, die bundesweite Rechtsgrundlagen erfüllt.
Die Qualifikation findet in einem Zeitraum über zwei Jahre in 14 Präsenzwochen (außerhalb der Schulferien NRW) von montags bis freitags im Tagungszentrum Haus Nazareth in Bielefeld Bethel statt (Termine s. unten). Zusätzlich erfolgen an 4 einzelnen Tagen themenbezogene, selbstorganisierte Treffen in Intervisionsgruppen. 


Innerhalb des ersten Jahres führen die Teilnehmer/-innen 2 Praktika vom Umfang einer Woche bei einer anderen, selbstgewählten Einrichtung durch. Zu einem Praktikum ist ein schriftlicher Bericht anzufertigen.


Ebenfalls im ersten Jahr führen die Teilnehmer/-innen als Übung und Vorbereitung für das Abschussprojekt eine praxisbezogene, personenzentrierte Teilhabeplanung mit einem/r Klienten/in innerhalb ihrer Einrichtung durch, mit einem Umfang von insgesamt 3 Arbeitstagen. Zu dieser ist ebenfalls ein schriftlicher Bericht anzufertigen.


Während der Präsenzwochen finden Exkursionen in die Einrichtungen der Teilnehmer/-innen statt. Diese sind als Gastgeber/-in durchzuführen und in der eigenen Arbeitsstelle und mit den Vorgesetzten abzustimmen.


Für die Verschriftlichung des Praktikumsberichts und der personenorientierten Teilhabeplanung sollen den Teilnehmern/-innen, nach Absprache mit den Dienstvorgesetzten, ebenfalls Arbeitstage zur Verfügung gestellt werden.


Für die Teilnahme an den Präsenzterminen und den Treffen der Intervisionsgruppen sind die Teilnehmer/-innen von ihren Einrichtungen freizustellen.

Als ergänzendes Arbeitsmittel wird die Online-Lernplattform Moodle verwendet.

Die Abschlussprüfung zur gFAB gliedert sich in drei Teile:

  1. Durchführung eines praxisbezogenen, personenorientierten Projekts mit einem oder mehreren Klienten/-innen der eigenen Einrichtung über einen Zeitraum von 3 Monaten einschließlich der Erstellung einer schriftlichen und benoteten Projektarbeit. Zur Durchführung dieses Projekts stehen den Teilnehmer/-innen insgesamt 7 Arbeitstage zur Verfügung, für die Verschriftlichung 2 Arbeitstage.
  2. Teilnahme an einer schriftlichen und benoteten Aufsichtsprüfung (Klausur) mit einem Umfang von 10 komplexen Prüfungsfragen zu einzelnen Modulen der Qualifikation über einem Zeitraum von 240 Minuten 
  3. Präsentation des personenorientierten Projekts vor einem Prüfungsausschuss unter Durchführung des Instituts Bildung & Beratung und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) mit anschließendem Fachgespräch. Dieser Prüfungsteil umfasst insgesamt 45 Minuten und wird ebenfalls separat benotet.

Die Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ist erfolgreich abgeschlossen mit Bestehen aller drei Einzelprüfungen.


Mit Bestehen der Prüfung erwerben Sie zudem die Ausbildereignung nach § 30 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes und eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß §2 Absatz 2 Berufsbildungshochschulzugangsverordnung.


Voraussetzungen für die Zulassung zu dieser Qualifikation:

  • Eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf und einer sich anschließenden mindestens zweijährigen, einschlägigen Berufspraxis.

         oder

  • Eine erfolgreich abgeschlossene Abschlussprüfung in einem auf der Grundlage eines Berufszulassungsgesetzes geregelten Heilberuf oder einem dreijährigen landesrechtlich geregelten Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen und eine sich anschließende mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis.

         oder

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes einschlägiges Hochschulstudium und eine sich anschließende mindestens zweijährige, einschlägige Berufspraxis

         oder

  • Eine mindestens sechsjährige Berufspraxis mit einer mindestens sechsmonatigen Berufspraxis in Aufgabenbereichen mit wesentlichen Bezügen zur geprüften Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung.
  • Darüber hinaus gehende Zulassungen unterliegen einer Einzelfallprüfung. 

Grundsätzlich ist für die Teilnahme an der Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ein bestehendes Arbeitsverhältnis innerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder bei einem anderen Anbieter notwendig, da andernfalls kein regelmäßiger Zugang zum Personenkreis von Menschen mit Behinderung im Kontext Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet ist. Dieses ist etwa für die Durchführung des praxisbezogenen Projekts zwingend notwendig.

Termine:
07.09.-11.09.2020
05.10.-09.10.2020
09.11.-13.11.2020
07.12.-11.12.2020
08.02.-12.02.2021
01.03.-05.03.2021
19.04.-23.04.2021
21.06.-25.06.2021
23.08.-27.08.2021
27.09.-01.10.2021
22.11.-26.11.2021
21.02.-25.02.2022
28.03.-31.03.2022
05.04.2022
16.05.-20.05.2022

 

Bewerbung

Bitte senden Sie uns bis zum 28.02.2020 eine formlose Bewerbung ohne Mappe bestehend aus Anschreiben, Lebenslauf und einem Nachweis (in Kopie) über die Erfüllung der Zulassungsqualifikation (siehe oben).

Schicken Sie die Bewerbung an:
Bildung & Beratung Bethel
z.Hd. Patricia Essmann
Nazarethweg 7
33617 Bielefeld
oder als pdf per Mail an patricia.essmann@bethel.de.

 

Zur Anfrage
Kapitelbild

Nr. PT-20-149 

Zur Anfrage

Termin:
Start: 07.09.-11.09.2020
weitere Termine finden Sie unten

Dozenten/Innen:
Marc Steinwedel
und verschiedene Fachdozenten/-innen

Teilnahmebeitrag:
5.600,00 €, inkl. Tagungsgetränke
zzgl. Prüfungsgebühr LWL

Ort:
Haus Nazareth

Zusatzangaben:

Bewerbung bis: 28.02.2020
Ansprechpartner/-in:
Marc Steinwedel
0521/144-6106
Patricia Essmann
0521/144-6110

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