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Diese Weiterbildung vermittelt durch theoretische und
praktische Bausteine Fachwissen im speziellen Umgang mit
Menschen, die eine Hirnschädigung erlitten haben.
Der tägliche Umgang mit Menschen, deren Leben
durch eine erworbene Hirnschädigung oftmals
einschneidende Veränderungen erfährt, bedarf spezieller fachlicher
Kompetenzen. Neben Unsicherheiten, was die Patienten/-innen
und Klienten/-innen von ihrer Umwelt wahrnehmen und wie sie
dies tun, stellen sich Fragen nach möglichen Behandlungs- und
Förderschritten sowie der weiteren Lebensperspektive.
Die Verhaltensveränderungen der Betroffenen und deren
Auswirkungen auf die soziale Umwelt stellen besonders für
die Angehörigen oftmals eine neue Belastungssituation
dar und erfordern die Unterstützung durch kompetente
Mitarbeitende.
Um das Kennenlernen der unterschiedlichen Facetten der Pflege
und Entwicklungsförderung zu gewährleisten, wird
die Weiterbildung in mehrere Bausteine eingeteilt. Nach
der Prüfung des erworbenen Fachwissens wird sie in einem
Abschlusskolloquium zertifiziert.
Ziele der Weiterbildung:
- Erweiterung der fachlichen Kompetenz
- mehr Sicherheit im Umgang mit Betroffenen und Dritten
- Stärkung der projektbezogenen Arbeit
- Erhöhung der Kompetenzen zur Weitervermittlung
von Fachkenntnissen an Dritte
- besserer Austausch von Erfahrungen und Wissen mit
Hilfe einer Lernplattform
Lernorganisation:
Es handelt sich um eine berufsbegleitende Weiterbildung im Umfang von
ca. 328 Unterrichtsstunden, die sich wie folgt zusammensetzen:
1. Gemeinsamer Basiskurs: (104 Stunden)
Aufgeteilt auf 3 oder 4 Blöcke mit den Inhalten:
- Einführungsblock
- Pflege
- Neurologie
- Selbstfürsorge und Ethik
- Sozialverhalten
- Soziales Umfeld
2. Wahlbausteine: (40 Stunden)
Von den Teilnehmenden nach Arbeits- und Interessensschwerpunkten
frei zu wählen. Mögliche Themen sind:
- Vertiefung von Pflegethemen
- Arbeit und Beschäftigung
- Rechtsfragen
- Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen (Deeskalation)
- Ethik
- Sucht
3. Hospitationen: (120 Stunden)
Jeweils dreitätige Hospitationen in den verschiedenen Bereichen
der Behandlungskette. Stationen, die möglichst in einem
Ringtausch organisiert werden, sind:
- Akutkrankenhaus
- Beatmungsstation
- Rehabilitation
- Wachkoma
- Eingliederungshilfe (ambulant oder stationär)
4. Projektarbeit: (24 Stunden)
Im Rahmen der Weiterbildung führen die Teilnehmenden ein Projekt
durch, das Inhalte der Weiterbildung exemplarisch in ihrem
Arbeitsfeld umsetzt.
5. Supervisionsgruppen: (16 Stunden)
Zur Begleitung der Planung, Durchführung und Evaluation
der Projektarbeit.
6. Seminar »Train the trainer«: (16 Stunden)
Hier werden Kompetenzen vermittelt, um die eigenen Kenntnisse
zum Krankheitsbild an Betroffene, Angehörige und Kolleginnen und
Kollegen besser weitergeben zu können.
7. Lernplattform:
Die Weiterbildung wird unterstützt durch die Einrichtung einer
Lernplattform im Internet. Hier werden das Kursprogramm und
die Seminarmaterialien eingestellt, können Foren zu einzelnen
Themen eingerichtet werden und die Teilnehmenden den jeweils
aktuellen Stand ihrer Projekte vorstellen.
8. Abschluss & Zertifizierung: (8 Stunden)
Am Ende jedes Bausteins wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
Liegen die Bescheinigungen vollständig vor, ist die Projektarbeit im
Sinne einer Wissensüberprüfung im Rahmen eines Kolloquiums vorzustellen.
Basiskurs Block 1:
26.03.–29.03.2012
Mo. 08:30-Do. 16:30 Uhr
Basiskurs Block 2:
18.06.–21.06.2012
Mo. 08:30-Do. 12:30 Uhr
Train-the-Trainer:
14.01.–16.01.2013
Mo. 08:30-Mi. 12:30 Uhr
Basiskurs Block 3:
10.06.–13.06.2013
Mo. 08:30-Do. 12:30 Uhr
Basiskurs Block 4:
16.09.–19.09.2013
Mo. 08:30-Do. 12:30 Uhr
Abschluss und Zertifizierung November 2013
Teilnahme Voraussetzungen:
Eine mindestens dreijährige, abgeschlossene pädagogische oder pflegerische Berufsausbildung und möglichst eine mindestens einjährige Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen.
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